Labels? We are the media …

Amanda Palmer bekannt als Sängerin von “The Dresden Dolls” hat früher ihre Musik klassisch über Plattenlabels vertrieben. Diese Labels machen den Job “gratis” – wenn die Künstler einen Vertrag unterschreiben, der einen großen Anteil an den Profiten den Labels garantiert.

Mit ihrem neuen Album wollte Amanda Palmer und ihre Band The Grand Theft Orchestra neue Wege gehen und hat ihre Fans eingeladen Geld für die Promotion des neuen Albums aufzustellen. Über Croudsourcing wollte sie 100.000 USD auftreiben. Die Initiative lief so gut, dass sie in der Lage war innerhalb kurzer Zeit 1.000.000 USD (Eine Million) aufzutreiben.

Diese Aktion zeigt, dass die User sehr wohl bereit sind für Kunst zu zahlen. Sie wollen nur nicht ständig über den Tisch gezogen werden.

Bericht auf netzpolitik.org

Verwertungsgesellschaften vs. “Raub-“kopieren

Künstler beschweren sich derzeit laut über die Gratiskultur im Internet. Auch darüber dass man mit Kunst seinen Lebensunterhalt nicht mehr finanzieren kann, wenn alle diese Kunst gratis konsumieren. Man beklagt das “Raub-“kopierertum und echauffiert sich darüber das einem das einem zustehende Einkommen einfach weggenommen wird. Dieses Problem ist durchaus nachzuvollziehen – und wir – das einfache Volk – wollen natürlich Künstler haben, Musik hören, am Abend spannende Filme im Fernsehen sehen, über gute Kabarettisten lachen und natürlich auch spannende Bücher lesen. Wir wollen also auch dass die Künstler einen gerechten Lohn für ihre harte Arbeit bekommen.

Wenn Künstler nicht wollen, dass ihnen etwas weggenommen wird, dann verstehe ich nicht – warum dann die Verwertungsgesellschaften genau das auf der anderen Seite Staatlich legalisiert mit den Benutzern machen. Nehmen wir einmal an ich kaufe mir einen Notebook – den ich geschäftlich verwende. Ich kaufe mir eine Speicherkarte auf denen ich meine selbst geschossenen Fotos speichere. Ich kaufe mir eine Festplatte um darauf meine Urlaubsfilme zu schneiden, etc. etc. In all diesen Fällen bekommen die Verwertungsgesellschaften einen von der Größe des Speichermediums (nicht von der Anzahl kopierter Musikstücke oder Filme, etc.) abhängigen Anteil. Wohlgemerkt – ohne dass ich jemals auf diesen Speichermedien jemals auch nur ein Urheberrechtsgeschütztes Werk eines Mitglieds der Verwertungsgesellschaften gespeichert hätte …

Man geht einfach davon aus, dass ohnehin alle Speichermedien für Privatkopien verwendet werden – daher muss man sie auch saftig besteuern. Mir wird also mein sauer verdientes Geld einfach weggenommen – ohne dass ich auch nur irgend einen Gegenwert dafür erhalten hätte. Das ist staatlich legalisierter Diebstahl – und aus meiner Sicht keinen Deut besser als “Raub-“kopieren.

Vorratsdaten Petition am 31. Mai im Parlament

Nach dem Behandlung der Bürgerinitiative am 12. März im Petitionsausschuss wird die Initiative der AKVorrat die bisher von über 106.000 Österreichern unterschrieben wurde nun am 31. Mai nochmals im Parlament behandelt.

In der Zwischenzeit wurden Stellungnahmen von Innen- / Justiz- / Verkehrsministerium sowie dem Bundeskanzleramt eingeholt. Das BMVIT erklärt, dass die beiden anderen Ministerien zuständig seien, die Stellungnahmen des BMJ, BMI sind laut Aussagen des Obmannes der AKVorrat inhaltsleer und empörend. Alleinig das Bundeskanzleramt äußert sich kritisch in seiner Stellungnahme zur Vorratsdatenspeicherung.

Durchschnittlich wird jeder Petition unter 5 Minuten Zeit zur Behandlung im Parlamentsausschuss zur Verfügung gestellt. Alle sind nun gespannt wie viel Zeit man der Bürgerinitiative diesmal im Parlament einräumt. Immerhin haben bei einer Bürgerinitiative die fast ohne budgetäre Mittel und Werbung auskommen musste über 100.000 Österreicher mitgezeichnet.

Bericht auf derstandard.at

www.zeichnemit.at

Der Überwachungswahn

Laut einem Bericht von Heise.de fordern Staatsanwalstschaften und Polizei in Deutschland die Einführung der Vorratsdatenspeicherung (dort wurde sie ja als nicht Verfassungskonform vom Höchstgericht schon gekippt) um “Enkeltrickbetrüger” auf die Spur zu kommen. Bei diesen Trickbetrügern, geht es darum – das vorwiegend ältere Personen telefonisch kontaktiert werden, und diesen Personen dann unter Vorspiegelung dass ein Enkel oder eine andere bekannte Person in Problemen stecke – Geld aus der Tasche gelockt wird.

Ich rate in Situationen bei denen die Überwachung von elektronischen Medien gefordert wird, die Situation mit dem “realen” Leben zu vergleichen. Es gibt ja auch Trickbetrüger, die sich als Gaskassiere oder Installateure verkleidet in Wohnungen einschleichen – und vorwiegend älteren Personen dann ihr Erspartes aus dem Kleiderkasten klauen.

Beide Verbrechen sind natürlich zu verurteilen. Aber warum fordert die Staatsanwaltschaft und Polizei nicht vor jeder Wohnung eines Bürgers über 50 Jahre eine Kamera zu installieren. Damit könnten wir eventuell auch 1-2 verkleideten Gaskassieren auf die Spur kommen?

Warum wir das nicht machen? Weil es jedem logisch erscheint, dass das ein großer Eingriff in die Grundrechte wäre, und die Überwachung von unverdächtigen Personen nicht im Verhältnis zu den Verbrechen steht. OK. Warum fordern wir es dann beim Telefon und im Internet?

Intel Thunderbolt

Ich habe mir die Spezifikationen eines High End Notebooks angesehen und bin dabei über die Bezeichnung Thunderbolt gestolpert.

Thunderbolt ist ein von Intel in Zusammenarbeit mit Apple entwickelte Schnittstelle die PCIe und Displayport miteinander verbindet und über ein Kabel (Kupfer oder optisch) vom PC mit Peripheriegeäten überträgt. Über dieses Kabel können Geräte auch mit Strom versorgt werden.

Über diese Schnittstelle können Daten mit bis zu 10Gbps übertragen werden. (Zur Veranschaulichung: Damit kann man einen HD Film in voller länge in ca. 30 Sekunden übertragen).

Thunderbolt ist mit bestehenden Displayport Geräten kompatibel.

Ein Anwendungsfall für Thunderbolt ist es z.B. ein Notebook mit einer externen Dockingstation zu verbinden. In diesem Fall ist es nur notwendig diese Dockingstation mit dem Notebook mit einem einzigen Kabel zu verbinden. Natürlich können auch externe Festplatten oder DisplayPort Monitore so an einen PC angeschlossen werden.

Informationen über Thunderbolt auf der Intel Website

Konkurrenz für #GEMA: C3S

Wenn man als Künstler bei der GEMA Mitglied ist, muss man sich gleichzeitig verpflichten alle seine Werke kommerziell zu verwerten. Ein Künstler der Teile seiner Werke Frei publiziert, kann nicht GEMA Mitglied sein. Um dieses Problem zu lösen, wurde eine neue Verwertungsgesellschaft gegründet: Creative Commons Collecting Society. Diese Verwertungsgesellschaft erlaubt es den Künstlern auch unter der Crative Commons Lizenz Werke zu Veröffentlichen und den Künstlern aber trotzdem eine faire Vergütung zukommen lassen soll.

Bericht auf taz.de

China genehmigt Motorola Kauf durch Google

Als letzter großer Meilenstein für die Übernahme von Motorola durch Google hat nun die Chinesische Wettbewerbsbehörde der Übernahme von Motorola Mobile durch Google zugestimmt. Die Übernahme kostet Google 12,5 Mrd. Dollar – und soll vor allem aufgrund der vielen Patente die Motorola hält für Google interessant gewesen sein. Es wollen aber auch Gerüchte nicht verstummen, nachdem Google die Produktion seiner Android Phones dann selbst in die Hand nehmen will – und ein ähnliches Modell wie Apple anstrebt. Apple kontrolliert ja die vollständige Kette von der Hardware über Software, Vertrieb und Service. Die Übernahme von Motorola soll nun in den nächsten Tagen abgeschlossen werden.

Bericht auf DerStandard.at