Geplante Obsoleszenz

So nennt man Sollbruchstellen in Geräten. Vermutlich ist es Euch auch schon passiert. 1 Monat nach Ablauf der Garantie gibt ein Gerät seinen Geist auf. Man ruft den Kundendienst an – der stellt fest, dass ein komplexes Teil im Gerät defekt geworden ist, und dass sich eine Reparatur nicht auszahlt. Zufall? Nein – oft ist das Gerät genau so designed – dass ein Bauteil genau nach einer geplanten Zeit seinen Geist aufgibt.

Warum? Der Hersteller möchte natürlich wieder neue Geräte verkaufen. Manche Hersteller gehen sogar so weit die Geräte einfach softwaretechnisch “defekt” zu machen. Z.B. hören Drucker nach einer bestimmten Anzahl von Seiten einfach zu drucken auf. Der Drucker meldet einen Defekt. Defekt ist aber gar nichts. Wenn der Drucker eine bestimmte Seitenzahl erreicht hat stellt er einfach seinen Dienst ein. Dieser Seitenzähler kann durch ein einfaches Programm das ein findiger Anweder geschrieben hat, zurückgesetzt werden. Und schon druckt der Drucker wieder.

Setzt man den Zähler nicht selbst zurück, sondern bringt das Gerät in ein Service Center sagt der Techniker, dass das Gerät irreparabel ist, und empfiehlt einen neuen Drucker zu kaufen. Für mich hört sich das eigentlich schon kriminell an. Und der passende Straftatbestand wäre der des Betruges.

Beitrag auf ARTE nachzusehen

Zurücklehnen oder etwas tun?

Derzeit warten alle auf die Entscheidung des Verfassungsgerichtshofes ob er sich mit der Vorratsdatenspeicherung #VDS überhaupt auseinandersetzen möchte. Da kann man nichts machen – oder? Doch. Die von 106.000 Österreichern unterstützte Petition wird diesen Herbst im Justizausschuss behandelt. Du kannst Deine Abgeordneten im Parament anschreiben und sie auf das Thema sensibilisieren:

https://zeichnemit.at/

Zusätzlich würden wir uns freuen, wenn Du zu unserem nächsten Stammtisch Netzpolitik kommst – wir wollen etwas verändern. Du auch?

ClubComputer Stammtisch Netzpolitik am Mo den 8. Oktober:
http://www.clubcomputer.at/forum/calendar.php?do=getinfo&e=35&day=2012-10-8&c=1

Verfassungsklage gegen Vorratsdatenspeicherung

Wie die Futurezone berichtet, ist mit einer Entscheidung zur Verfassungsklage gegen die Vorratsdatenspeicherung bis mitte Oktober zu rechnen. Bei dieser Entscheidung geht es einmal darum ob die Verfassungsklage überhaupt angenommen und behandelt werden wird.

Die Bundesregierung hat wie angenommen eine Stellungnahme eingebracht, dass die Österreicher von der Vorratsdatenspeicherung überhaupt nicht direkt betroffen seien, denn von den klagenden Parteien (darunter auch viele ClubComputer Mitglieder) wurden noch keine Vorratsdaten abgefragt. Eine Betroffenheit würde erst dann vorliegen, wenn Vorratsdaten von den Behörden abgerufen werden.

Ein wenig problematisch scheint hier, dass man als Betroffener ja eventuell gar nicht informiert wird über die Tatsache dass Daten von den Behörden abgerufen wurden.

Ich finde die Bundesregierung treibt hier ein ekeliges Spiel mit uns.

Bericht auf Futurzone