Windows Media Center für Windows 8 Pro derzeit gratis

Seit heute ist bekanntlich Windows 8 im Handel verfügbar. Ebenfalls bekannterweise fehlt Windows nun das Media Center das es seit Windows XP MCE bekannt ist. Viele Heimkino Besitzer verwenden Windows Media Center vor allem als Fernseh Applikation in Verbindung mit den Digital Devices Karten. Media Center kann perfekt verwendet werden um Time Shift Fernzusehen, um Werbung zu überspringen. Es fungiert als Festplatten TV Recorder und man kann wenn man eine XBOX im Haus hat diese auch verwenden um von dort auf das Media Center zuzugreifen – als sogenannter Media Center Extender.

In Zukunft wird man das Media Center Pack zusätzlich zu Windows 8 Professional erwerben müssen. Wer allerdings schnell ist – kann sich derzeit gratis einen Key zuschicken lassen um Windows 8 Pro mit dem Media Center Pack aufzurüsten. Dan Angebot ist nur bis 31. Jänner 2013 gültig. Bis dahin muss der Product Key auch aktiviert werden.

http://windows.microsoft.com/de-de/windows-8/feature-packs

Die Datenschutzkommission und die EU

Die Österreichische Datenschutzkommission ist die Behörde die für die Einhaltung der Bestimmungen des Datenschutzgesetzes zuständig ist. Mit der Datenschutzrichtlinie 49/46/EG der Europäischen Union wurde das Datenschutzrecht in Europa auf eine neue Grundlage gestellt. Diese Richtlinie wurde durch das Datenschutzgesetz 2000 umgesetzt.

Nun hat der Europäische Gerichtshof festgestellt, dass die Richtlinie in Österreich nicht ausreichend umgesetzt wurde. Beanstandet wurde, dass die DSK in Österreich dem Bundeskanzleramt unterstellt ist, der Leiter der Kommission ein der Dienstaufsicht unterliegender Beamter ist, und der Bundeskanzler jederzeit Einsicht in die DSK nehmen kann. Damit sei eine der Grundvoraussetzungen der DSK in Österreich nicht gegeben, nämlich die Unabhängigkeit.

Dieses Urteil der Richter ist gut für den Konsumenten und Bürger. Denn es ist wichtig, dass die Datenschutzkommission nicht abhängig von der Politik ist – sondern weisungsfrei und unabhängig agiert. Jedoch spielt aus meiner Sicht die EU ein doppeltes Spiel. Die DSK kann nur die Einhaltung des Datenschutzgesetzes überprüfen. Ein großes Problem in der EU und damit in Österreich ist es jedoch, dass in der letzten Zeit viele Gesetze entstanden sind, die den Datenschutz mit Füßen treten. So wurde in Österreich die Generalüberwachung der elektronischen Kommunikation aller Österreicher im April eingeführt (Vorratsdatenspeicherung), die EU hat die Übermittlung der Fluggastdaten (PNR) in die USA beschlossen und auch das neue Sicherheitspolizeigesetz gibt der Exekutive in Österreich Werkzeuge in die Hand, die nicht gerade ein Vorbild Richtung Datenschutz sind. Die Datenschutzkommission kann gegen all dies nichts unternehmen, denn sie ist ja nur Hüter des Gesetzes, und nicht Hüter der Privatsphäre der Österreichischen Bürger.

Was hilft also eine total unabhängige Datenschutzkommission wenn sie nur der Hüter sehr bedenklicher Gesetze ist?

Bericht auf derStandard.at 
Österreichische Datenschutzkommission

Mobile Tracking Device

Wie kann man Leute dazu bringen ein Gerät zu tragen, mit dem sie immer und überall lokalisiert werden können. Die Behörden können – natürlich ohne Beschluss eines Richters – über 6 Monate hinweg auf diese Daten zugreifen – und der Betroffene wird auch unter Umständen von diesem Zugriff gar nicht informiert.

Feinerweise kann dieses Gerät auch verwendet werden, um Gespräche des Trägers abzuhören. Dies ist in Österreich allerdings nur mit richterlichem Beschluss möglich.

Sie meinen, dass so ein Gerät niemand freiwillig tragen würde? Sie irren – und Sie tragen selbst so ein Gerät:  und bezahlen sogar dafür. Es ist Ihr Mobiltelefon. Und auch die oben beschriebenen Szenarien sind nicht nur technisch möglich, sondern seit 1. April 2012 in Österreich auch legal. Und genau das ist das schlimme daran.

Artikel über Handyortung auf t-online

Abhören von Gesprächen

Vorratsdaten (#VDS) gegen Urheberrechtsverletzungen

copyrightEs war wohl zu erwarten. Wenn man etwas (technisch) leicht machen kann, dann wird es auch gemacht. Ende September hielt Hr. Dr. Auinger – Leiter der Uheberrechtsabteilung im Justizministerium einen Vortrag auf dem 8. Österreichischen Rundfunkforum. Dort sinnierte er darüber wie man den Rechteinhabern helfen könnte ihre Rechte durchzusetzen. Die einzige Möglichkeit dazu wäre Vorratsdaten zu verwenden um Urheberrechtsverletzungen verfolgen zu können.

Meine Meinung ist, dass man das Urheberrecht dringend ändern muss. Statt die Österreicher mit den Methoden von totalitären Regimen zu überwachen und zu bespitzeln, sollten Tausch von Werken (Musik, etc.) generell als Privatkopie legalisiert werden. Angesetzt sollte bei kommerziellen Diensten werden – bzw. auch bei den Inverkehrbringern (Radio, Fernsehen, legale Portale, etc.) Denn dort werden schon jetzt Abgaben abgeführt. Wenn diese nur leicht angehoben würden, könnten die Ausfälle durch die Leerkassettenvergütung leicht wettgemacht werden – und man bräuchte nicht Schüler und Großmütter vor den Kadi zerren.

Bericht auf netzpolitik.org

Stammtisch Netzpolitik am 15.10.

cc-logoAm Kommenden Montag den 15.10. findet unser monatlicher Stammtisch zum Thema Netzpolitik statt. Wir informieren über neue Entwicklungen auf diesem Gebiet und wollen darüber diskutieren, was jeder einzelne bzw. auch ClubComputer dazu beitragen können, bestimmte Dinge in Österreich zu verändern. Wir freuen uns auf eine rege Teilnahme:

http://www.facebook.com/events/357070221034455/

Statt SOPA und PIPA Internet Provider als Hilfssheriffs

Nachdem in den USA die beiden von der Musik und Filmindustrie betriebenen Gesetze PIPA und SOPA gescheitert sind, versucht man wieder einmal einen neuen Anlauf. Nein, keine Angst es gibt keine neuen Ideen – nur wieder die alte: Interne Service Provider (ISP’s) als Hilfssheriffs zu verwenden. Die ISP’s sollen Ihre Kunden eigenständig nach Urheberrechsverletzungen überwachen – und wenn ein Kunde mehrfach Verwarnungen bekommt, dann erzieherische Maßnahmen [sic!] ergreifen.

In meinem Rechtsverständnis – und ich glaube mittlerweile dass ich damit alleine bin – glaube ich dass Internet Provider nicht die Hilfssheriffs der Musik und Filmindustrie sein können und dürfen. Denn ein derartiges Vorgehen setzt voraus, dass der komplette Verkehr eines Kunden über seinen Provider von diesem überwacht werden muss – und zwar nicht nur die Tatsache einer Kommunikation zwischen zwei Parteien – sondern auch der komplette Inhalt. Das ist, wie wenn man Briefe im Postamt aufreißt und korrekturliest. oder wie wenn man dauerhaft Telefongespräche mitlauscht. All dies ist in diktatorischen Regimen gang und gebe – aber in westlichen Demokratien aus meinem Rechtsverständnis nicht zulässig. Das Recht auf Privatsphäre geht eindeutig vor das Recht von Rechteinhabern zum Schutz ihrer Urheberrechte.

Aus meiner Sicht müsste in einem Gesetz festgeschrieben werden, dass ein ISP den Verkehr seiner Kunden nicht überwachen darf.Genauso wenig wie die Post Briefe zensurieren darf.

Bericht auf derStandard