#Privacy: STASI hätte an NSA ihre Freude gehabt

Ein Spannender Artikel über 2 ehemalige NSA Mitarbeiter die beim Chaos Computer Congress über Ihren ehemaligen Arbeitgeber und dessen Methoden im Umgang mit der eigenen Bevölkerung berichten.

Was das ganze noch bedenklicher macht, ist dass der Staat wie nie zuvor gegen diejenigen vorgeht, die über die Machenschaften des Staates und die auch in den USA illegalen Methoden berichten und diese anprangern.

DerStandard: Die Stasi hätte eine Freude an unserer Ausrüstung

ClubComputer Stammtisch Netzpolitik

In einem Monat um 30% mehr Windows 8 Apps

Wie engadget berichtet haben die Windows 8 Apps in einem Monat um satte 30% zugelegt und sind um ca. 14.000 Apps auf ca. 35.000 gewachsen. Die unter der neuen Windows 8 Benutzeroberfläche – auch als Kacheln oder früher Metro bekannt – laufenden Apps können nur unter Windows 8 benutzt werden – und sind auch recht leicht auf Windows RT und Windows Phone vom Entwickler zu portieren. Die App muss also quasi nur noch einmal geschrieben werden und läuft dann fast unverändert auf allen Windows Plattformen.

Bericht auf engadget
ClubComputer Clubabend Windows 8

e-Books und die Buchpreisbindung

Ich habe zu Weihnachten einen neuen Kindle Paperwhite vom Christkind bekommen. Ich freue mich sehr darüber. Der Kindle hat ein tolles Display, mit dem man ohne ermüden Bücher lesen kann – auch in der Sonne im Sommer. Das unterscheidet ihn von anderen Tablets. Es macht also sinn zusätzlich zu einem Tablet auch einen Kindle zu besitzen.

Leider gibt es in Österreich die Buchpreisbindung. Diese wurde geschaffen, damit auch kleine Büchereien neben den Großen Buchhandelsketten bestehen können. Ein Buch in der lokalen Bücherei in einem Dorf kostet also exakt gleich viel wie bei Thalia in Wien Mitte. Dies ist natürlich sehr sinnvoll gewesen. Die kleine Bücherei hat jedoch sicherlich nicht alle Bücher auf Lager die Thalia auf Lager hat. Daher musste auch sie das Buch bestellen und es dauerte dann 1-2 Tage bis man das Buch in Händen hält.

Dieses System verstehe ich – allerdings verstehe ich nicht mehr warum es dieses System bei e-Books gibt. Sowohl die kleine Buchhandlung wie auch Thalia haben in Zeiten des Internets das gleiche Problem. Man benötigt sie nicht mehr. Wenn ich mir im Internet ungefähr 10.000 mal so viele Bücher bestellen kann, wie Thalia auf Lager haben kann – und diese noch dazu sofort in Händen halten kann (weil sie nicht mehr gedruckt sind – sondern nur noch elektronisch vorhanden sind) – warum sollte ich mich dann ins Auto setzen, oder in die U-Bahn und zum Buchgeschäft gondeln?

Die Buchpreisbindung für deutschspachige Bücher gilt aber noch immer. Daher kostet ein deutschsprachiges e-Book bei Amazon genausoviel wie ein gedrucktes Buch in der kleinen Buchhandlung. Niemand wird ein e-Book in der kleinen Buchhaldung kaufen (können). Der Druck der Bücher fällt weg, die Logistik fällt weg (der Transport mit LKW’s, Lagerhaldung, etc.). Der Autor bekommt ebenfalls gleich viel für sein Buch – egal ob es elektronisch verkauft wird oder als physisches Buch. Also streicht die Differenz der Verlag ein.

Ich habe also beschossen auf meinem Kindle nur englischsprachige Bücher zu lesen. Dort kostet die Print Ausgabe 19 EUR. Die elektronische Ausgabe vom Gleichen Buch nur 5,90 EUR. Wie gesagt der Autor bekommt vom Verlag den gleichen Betrag. Also wieso sollte ich deutschsprachige Bücher kaufen? Mache ich sicher nicht mehr, bis die Buchpreisbindung in Österreich für e-Books aufgehoben wird.

#VDS / VFGH: Zweifel an Grundrechtskonformität

Der Österreichische Verfassungsgerichtshof hat gestern den Europäischen Gerichtshof angerufen um die Konformität mit der Grundrechtscharta der Europäischen Union überprüfen zu lassen. Der Österreichische Verfassungsgerichtshof hat Zweifel angemeldet, dass eine pauschale Überwachung aller Bürger einen zu großen Eingriff in die Privatsphäre der Bürger darstellen könnte. Damit ist nun die EU am Zug zu verifizieren ob die Richtlinie zur Implementierung der Vorrastdatenspeicherung auf der die österreichische Implementierung beruht – Grundrechtskonform ist. Dies ist ein Etappensieg der Klage beim Verfassungsgerichtshof – der sich auch einige ClubComputer Mitglieder als Kläger angeschlossen haben. Herzlichen Dank nochmals an alle Mitglieder die dieses Anliegen unterstützen.

ClubComputer Position zur Vorratsdatenspeicherung

Bericht auf derStandard.at

Schutz der Verwerter, statt Schutz der Künstler

Gestern fand im Wiener “Depot” der Gegengipfel für #Urheberrecht statt. Das Justizministerium hatte bekannterweise zur Diskussion um das Urheberrecht geladen,und Ausschließlich Vertreter der Medienindustrie sowie der Verwertungsgesellschaften dazu eingeladen. Dass dabei Vorschläge wie die Nutzung der Vorratsdaten zur Verfolgung böser Raubkopierer sowie Festplattenabgabe und ein Abmahnsystem wie in Deutschland ganz oben auf der Liste der Forderungen steht, verwundert dabei wenig. Wenn diese Dinge so kommen, wie Diskutiert, steht uns wohl in Österreich ein weiteres ACTA bevor.

Bericht über den Gegengipfel zum Urheberrecht auf fm4.orf.at