Innenminister verbietet Verfassungsgericht den Mund?

Es ist wohl ziemlich einmalig, was hier in Deutschland gerade passiert. Der Deutsche Innenminister verlangt vom Verfassungsgericht sich nicht gegen die Eingriffe in die Persönlichkeitsrechte Stark zu machen.

Ich denke der Deutsche Innenminister leidet hier ein wenig an Realitätsverlust. Terror dient hier als Deckmantel für die totale Überwachung des eigenen Volkes. So schrecklich die Terroranschläge auch sein mögen: Es verlieren weit mehr Menschen ihr Leben z.B. durch legale Schusswaffen – als Menschen durch Terror getötet werden.

Wenn die Politik etwas gegen sinnlose Tötung unternehmen möchte, wäre es also weit zielführender z.B. strengere Waffengesetze einzuführen – als das eigene Volk ständig zu bespitzeln – und die Grundrechte abzuschaffen.

Es ist gut, dass es ein Grundgesetz gibt – und es ist gut, dass die Verfassungsrichter den Politikern sagen, wann Gesetze die Grenzen die die Verfassung steckt überschreiten. Politiker sind die gewählten Diener des Volkes und nicht umgekehrt – wie es in unserer verkehrten Welt oft scheint.

Bericht auf Heise.de
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IBM will sich der Serversparte entledigen

IBM will sich – wie schon früher mit PC’s basiert ist der Intel Serversparte entledigen. Ein Verkauf an Lenovo wird derzeit verhandelt.

Grund dafür ist, dass die eigenen Partner – die sogenannten ODM’s (Original Design Manufacturer) Hersteller wie IBM immer weiter unter Druck bringen. Die ODM’s verkaufen x86 basierende Server unter Ausschaltung des Zwischenhandels (in diesem Fall IBM) direkt an die Großabnehmer (Cloud Rechenzentren wie Google, Amazon & Co). Für die ODM’s die diese Server in Austragsarbeit herstellen ist IBM nur ein Klotz am Bein, der Margen verschlingt. Daher geht man dazu über direkt an Kunden – günstiger natürlich – zu verkaufen.

Die Hersteller bringen sich wohl selbst in solche Situationen wenn der Mehrwert den sie für Kunden kreieren gegen 0 geht – und man kaum noch Anteil an der Wertschöpfung hat.

Alle Fluggäste in der EU sind Terroristen! Auch Du!

Anders ist das Ansinnen der Europäischen Union nicht zu erklären, alle Fluggastdaten aller Reisenden in der EU, so wie Ein- und Ausreisenden aus der EU in einer zentralen Polizeidatenbank speichern zu wollen. Diese Vorratsdatenspeicherung für Fluggäste widerspricht den Grundrechten – wie schon einige Verfassungsgerichtshöfe der Mitgliedsstaaten sowie auch der Europäische Menschenrechtsgerichtshof in Straßburg geurteilt haben.

Bericht auf gruen-digital.de
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Das Ende des Internet

In Deutschland beginnt per 1.Mai die Deutsche Telekom – das Internet wie man es kennt abzuschaffen. Bei den Unlimitierten! Breitbandtarifen wird es ab erreichen eines bestimmten Volumens zur Drosselung der Internet Geschwindigekti auf 384kByte / Sekunde. In diesem Sinne ist es kein Breitband mehr – denn von Breitband spricht man bei Geschwindigkeiten ab 2MBit.

Zusätzlich wird im Freivolumen in Zukunft kein VoIP oder IP-TV enthalten sein. Nur wer die Telekom Eigenen IP-TV Dienste nutzt – oder Telekom VoIP wird nicht zusätzlich zur Kasse gebeten.

Ich bin ziemlich sicher, dass auch Österreichische Breitband Provider bald auf derartige Ideen kommen werden.  Nachdem die RTR (Telekom Regulierungsbehörde) es so gut wie geschafft hat, dass alle alternativen Provider wieder von der Bildscheibe verschwunden sind, werden sicher die (beinahe) Monopolisten versuchen ihre Kunden stärker zu “binden” – und auch ein wenig mehr (Klein-)geld mit Ihrem Netzwerk zu machen.

Bericht auf Chip.de
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Nokia: Totgesagte leben länger

Voriges Jahr schrieben alle Journalisten, dass Nokia tot ist. Nur noch eine Frage der Zeit bis man in Insolvenz ist. Mittlerweile ist Nokia das zweite Quartal hintereinander profitabel. Besonders das 1. Quartal dieses Jahres war ein wichtiger Meilenstein, da nach dem Weihnachtsgeschäft fast immer die Umsätze stark einbrechen.

Das Smartphone Geschäft ist ja im allgemeinen derzeit kein Honigschlecken. Die vielen Android anbieter kämpfen allesamt um Marktanteile, und haben massive Probleme sich voneinander abzugrenzen – was die Margen drückt und sicher seine Opfer fordern wird. Nokia hat sich entschlossen sich nicht mit den anderen in diesem Marktsegment zu prügeln, und ist eigene Wege gegangen. Es war sicher nicht leicht einen Neuanfang zu starten, aber die Zahlen geben Stephen Elop recht. Die Produkte sind solide, unterscheiden sich vom Mitbewerb (auch durch eigene Features wie die Nokia Navigationssoftware u.a. Zugaben, die Nokia’s Phones auch vom Mitbewerb im Windows Phone Bereich absetzen. Die Qualität der Produkte ist ausgezeichnet, wie man es von Nokia gewohnt war. Ich bin schon sehr gespannt wie man sich hier weiterentwickeln wird.

Ich persönlich mochte meine Nokias immer sehr gerne. Und ich bin gerade wieder dabei eine emotionale Beziehung zu meinem Lumia aufzubauen Smiley.

Am Problematischsten ist derzeit wohl der Lieferengpass im oberen Preissegment. Ich denke Nokia hätte noch viel mehr umsetzen können, wenn z.B. das Nokia 920 Flaggschiff im Weihnachtsgeschäft verfügbar gewesen wäre, und es nicht bis April gedauert hätte, bis der Channel auch ausreichend beliefert worden ist.

Bericht auf derStandard

U.S. Repräsentantenhaus gibt grünes Licht für Privatsheriffs

Das umstrittene US Gesetz Cyber Intelligence Security Protection Act (kurz #CISPA) hat gestern das Repräsentantenhaus passiert. 288 Volksvertreter haben dafür, 127 dagegen gestimmt. CISA würde, sollte es Gesetz werden erlauben, dass Privatunternehmen (z.B. Facebook, Twitter, Internet Provider u.a. Daten Ihrer Kunden auf eigene Initiative (also ohne Zutun von Behörden oder Richtern) durchsucht und verdächtige Vorkommnisse an andere Unternehmen! – sowie Behörden weiterleitet.

Was heißt das nun? – Wenn also jemand etwas Verdächtiges (was ist das eigentlich) in seinem Account schreibt oder bekommt (z.B. E-Mail, Posting, Tweet, Datei, Telefongespräch, etc.) dann kann das Unternehmen (also z.B. der eigene Provider) andere Unternehmen davon in Kenntnis setzen und ein anderes Unternehmen vor dem Benutzer warnen – bzw. auch die Behörden informieren.

Was bedeutet das nun für die Benutzer? Sie werden von den eigenen Providern – ohne Ihr Wissen ausspioniert – und Daten über sie werden ausgetauscht – ohne dass man es weiß – ohne dass man etwas dazu sagen könnte. Noch dazu passiert der Austausch auch zwischen Unternehmen – und nicht nur zu Behörden. Das Ganze ohne Verdacht und ohne einen Richter.

Was kümmert mich das als Österreicher? Das ganze ist ein U.S. Gesetzesentwurf – gilt natürlich nicht in Österreich. Österreichische Provider sind daher nicht betroffen – aber: Wie viele Webseiten in den USA verwendest Du (Facebook, Twitter, Instagram, Google, GMail, …..) wie viele Cloud Services (Dropbox, Skydrive, ….) Deine Daten liegen dabei natürlich Großteiles auf Servern in den USA – und natürlich wären diese dann von CISA betroffen.Das heißt – auch wenn es ein U.S. Gesetzesentwurf ist – auch Deine Rechte sind massiv davon betroffen.

Wie geht es nun weiter? Der Gesetzesentwurf muss nach dem Repräsentantenhaus auch den U.S. Senat (die zweite Kammer) passieren. Dann besteht noch die Möglichkeit das Präsident Obama sein Veto einlegt. Es gibt also noch Chancen das Gesetz zu verhindern.

Amerikanische Medien (z.B. ZDNet) äußern große Bedenken über die Vereinbarkeit des Gesetzes mit der U.S. Verfassung. Der vierte Zusatz zur Verfassung lautet nämlich:

The right of the people to be secure in their persons, houses, papers, and effects, against unreasonable searches and seizures, shall not be violated, and no warrants shall issue, but upon probable cause, supported by oath or affirmation, and particularly describing the place to be searched, and the persons or things to be seized.

Er beschreibt das Recht der Bürger sicher vor unberechtigten Durchsuchungen ihrer Person, Häuser, Papiere und Eigentums. Daten kommen darin leider nicht vor.

Bericht auf ZDNet (englisch)
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Breitband Internet über Funk

Seit Montag bietet die T-Mobile eine echte Alternative zu Breitband Internet über Glas für zu Hause an: T-Mobile Homenet. Als Kunde bekommt man einen Router – der über den neuen Mobilfunkstandart LTE mit dem Internet verbunden wird. Die schnellste Variante bietet (bei optimaler Netzabdeckung) bis zu 100MBit Geschwindigkeit an, was sich durchaus gegen alle Kabelgebundenen DSL Standards messen kann. Wehrmutstropfen: LTE ist derzeit nur sehr beschränkt verfügbar – und zwar teilweise in Graz, Linz, Innsbruck und Wien. T-Mobile verspricht aber bis zum Jahresende auch Teile der Städte Bregenz, Klagenfurt, Salzburg und St. Pölten versorgen zu können und damit mindestens 25% der Österreicher versorgen zu können. Bei mir hier in der Pfalzau gibt es aber überhaupt kein vernünftiges T-Mobile Netz, da brauche ich mir um LTE Anbindung sicher auch die nächsten Jahre keine Sorgen machen Smiley.

Kostenpunkt des Produktes ist ab 15,99 pro Monat für 10MBit und bis zu 59,99 für 100MBit – zuzüglich einer 20 EUR Servicepauschale pro Jahr. Derzeit kann man das Angebot für 2 Wochen kostenlos testen und wenn man nicht zufrieden ist wieder retournieren.

Spannend daran ist dass damit die Mobilfunker erstmals in der Lage sind, den kabelgebundenen Providern im High Speed Internet Bereich ernsthafte Konkurrenz zu machen.

Weitere Informationen auf der Homepage von T-Mobile

Das Festnetz ist tot. Fernsehen auch.

waehlscheibentelefonWas sich vor 10 Jahren noch niemand so richtig vorstellen konnte: Das Festnetztelefon ist Geschichte. Die Deutsche Telekom wird bis 2016 den letzten Teilnehmer von POTS (Plain Old Telephone System = Analoger Telefonanschluss) auf IP basierende Technologie umgestellt haben. Von dieser Umstellung seien auch Teilnehmer betroffen die weiter weg von den Wählämtern gelegen sind, sowie auch alle ISDN Anschlüsse. Also alle – vollständig – ohne Ausnahmen. Damit wird planmäßig 2016 kein einziger Teilnehmer mehr in Deutschland klassische Telefonie benutzen.

Das gleiche Schicksal wird meiner Meinung auch dem Fernsehen blühen. Warum sollten teure Antennenanlagen aufrecht erhalten werden, wenn die Haushalte alle über einen Breitband Internet Anschluss verfügen, und wenn man mit vernünftiger Qualität auch Fernsehen über die bestehende Infrastruktur verteilen kann. Der ORF musste seine Sendeanlagen ohnehin schon in die ORS auslagern die die Fernsehsender betreibt – und ist  damit bereits jetzt reiner Content Provider. Aus meiner Sicht macht eine Investition in die digitale Senderinfrastruktur überhaupt keinen Sinn. Sie ist teuer – die Qualität ohnehin nicht berauschend – und vor allem: bald wird sie niemand mehr benötigen. Auch das Argument, dass man mit DVB-T unterwegs fernsehen kann ist nicht wirklich schlagend, denn die Mobilfunknetze werden immer schneller und schon heute kann man über UMTS Fernsehsendungen in ausreichender Qualität auch unterwegs sehen.

Wie man sieht ist die digitale Revolution noch immer voll im Gange – und wird immer mehr Bereiche unseres Lebens erreichen. Wir glauben daher dass unsere Arbeit immer wichtiger wird – nämlich unsere Mitglieder in die digitale Zukunft zu begleiten und die Interessen unserer Mitglieder in der digitalen Welt zu vertreten.

Bild: lehofer.at

Bericht aut teletarif.de
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