Homematic Wired 12 Ein-/7 Ausgänge

Ich habe mir folgendes Modul zugelegt:

HomeMatic Wired RS485-I/O-Modul 12 Eingänge, 7 Schaltausgänge
ELV Artikel-Nr.: 68-07 68 05
Das im DIN-Hutschienengehäuse (4 TE) montierte Multi-I/O-Modul verfügt über 12 digitale Eingänge (Taster, Schalter) und 7 Relaisausgänge für eine Gesamtlast von 3680 VA (16 A/230 V).

Das Modul kann an den 7 Ausgängen – Verbraucher ansteuern (also z.B. Licht) – und an den Eingängen können Taster oder Schalter angeschlossen werden. Ich dachte eigentlich dass man mit diesem Modul auch Reed Kontakte ablesen kann. Also z.B. ein Fenster mit einem Reed Kontakt versehen – und damit überprüfen ob das Fenster offen oder geschlossen ist. Leider funktioniert das nicht ganz so wie ich mir das vorgestellt hatte. Das Modul kann zwar eine Schaltzustandsänderung signalisieren, aber nicht in welchem Zustand der Reed Kontakt ist (offen/geschlossen). Daher merkt man zwar dass das Fenster entweder auf oder zugemacht wurde – aber nicht ob es offen – oder geschlossen ist. Das ist natürlich für meine Anwendung eher sinnlos (Ich möchte aus der Entfernung wissen ob das Garagen Sektionaltor offen oder geschlossen ist.

Um das zu realisieren benötigt man folgendes Modul:

HomeMatic Wired RS485 Schließerkontakt, 12 Eingänge, Hutschienenmontage
ELV Artikel-Nr.: 68-08 58 40
Der Schließerkontakt überwacht 12 potentialfreie Schaltkontakte Schließer und Öffner) auf ihren Schaltzustand.

Dieses Modul erkennt im Unterschied zu den Eingängen des 12/7 Moduls – in welchem Schaltzustand sich ein Kontakt befindet. Daher kann man mit diesem Modul überwachen ob der Reed Kontakt offen oder geschlossen ist. Ich habe mir heute ein derartiges Modul zugelegt. Ich werde es demnächst verbauen und dann berichten, ob es so funktioniert wie ich mir das gedacht habe.

Microsoft HomeOS Forschungsprojekte

Wie auf dem Blog von Mary Jo Foley auf CNet zu lesen ist, forschen meine Kollegen in Redmond noch immer am intelligenten Haus, bei dem eine Reihe von Geräten miteinander vernetzt werden.

Es gibt ja schon eine ganze Reihe solcher Systeme. Das größte Problem ist auch nicht dass es keine Standards gibt, sondern das Problem ist dass es zu viele davon gibt.

Ich glaube auch nicht dass es an einem Betriebssystem dafür mangelt. Vor allem das neue ARM basierte Windows 8 – wäre ein ganz cooles Betriebssystem für so ein Szenario (wenig Stromverbrauch, Windows Standard – daher leichte Software Entwicklung). Ich denke dass ein Windows 8 basierender Home Server eine ideale Plattform für ein HomeOS wäre.

Das Problem ist, dass die Hersteller von Sensoren und Aktoren alle zueinander inkompatible Geräte herstellen. Der Grund dafür ist natürlich einfach. Die Hersteller wie z.B. Eaton (ehem. Möller), Homematic, FS20, EnOcean haben alle proprietäre Funkprotokolle und auch die kabelgebundenen Systeme wie M-Bus, SPS, KNX/EIB, 1-Wire und Allnet sind alle nicht miteinander kompatibel.

Daher gibt es auch von vielen Herstellern eigene Systeme zur Programmierung. Einige wenige Systeme (wie IP Symcon) können Komponenten von mehreren Herstellern miteinbeziehen.

Auch die Elektriker sind ein Problem. Für viele sind diese Haussteuerungssysteme neumodisches Zeug – und die meisten können damit nicht umgehen. Die Installation ist dabei weniger das Problem als die nachfolgende Programmierung. Vor allem für Einfamilienhäuser gibt es hier wenige seriöse Anbieter, die so etwas auch zu vernünftigen Preisen anbieten können. Zudem gibt es Hersteller die die Herausgabe der Programmierumgebungen an Elektroinstallateure von abgelegten Prüfungen und Zertifizierungen abhängig machen. Der Endanwender dürfte diese Tools eigentlich gar nicht in die Hand bekommen.

Ich glaube – damit dieses Thema ein wirklich breiter Erfolg werden kann, müsste ein Hersteller alles aus einer Hand anbieten, und ein wirklich einfaches System schaffen, die Sensoren entweder selbst produzieren oder in großer Masse an Partner lizensieren (zu geringsten Kosten). Es muss ein abgestimmtes Ökosystem entstehen, wo es eine große Vielfalt als Sensoren/Aktoren und Steuersystemen gibt – die alle auf den selben Standard aufsetzen (egal welcher das ist).

Die Anforderungen wären:

  • Funkbasiertes System für Nachrüstung
  • Kabelgebundenes System für Neuinstallation
  • Einbindung von Ethernet Komponenten
  • Einbindung von Video Protokollen
  • Einbindung von Sicherheitstechnik
  • Große Auswahl an Sesonren und Aktoren
  • Einheitliche zentralen Software für die Programmierung
  • Basierend auf Windows Home Server (ARM / Windows 8)

Ich habe mich persönlich derzeit für das HomeMatic System von ELV/Conrad entschieden, weil es viele der oben genannten Themen abdeckt. Ich bin auch schon sehr gespannt wie sich das Thema in Zukunft weiterentwickelt.

Gartenbewässerung mit Homematic?

Ich habe mich gefragt, wie man mit der Homematic eine Gartenbewässerung realisieren könnte. Im Internet habe ich Hinweise darauf gefunden, dass man das mit einem Gardana 24V Ventil machen kann. Dabei öffent man das Ventil durch schalten eines 24V Netzteils mit einem Funkempfänger. Die Zeitsteuerung funktioniert einfach.

Man kann natürlich auch die Homematic Wetterstation dazu verwenden, um bei Regen die Bewässerung nicht einzuschalten.

Einzig ein Feuchtesensor für die Erde scheint nur mit ein wenig Bastelarbeit realisierbar zu sein.

24V Ventil von Gardena

Haustechnik mit Homematic

Ich habe mir voriges Jahr für die Steuerung unseres Hauses ein Homematic System zugelegt. Das System ist ein Haussteuerungssystem, dass über Funk kommuniziert, wo aber auch kabelgebundene Varianten existieren. Das Homematic System wird von einer Tochterfirma des deutschen ELV Elektronikverlages entwickelt und in Österreich unter anderem auch von Conrad vertrieben.

ELV beschäftigt sich schon seid längerem mit Hausautomatisierung und hat auch das recht bekannte FS20 System entwickelt – das im Niedrigpreissegment sehr erfolgreich ist. Ich habe das FS20 System selbst getestet und war nicht sehr glücklich damit, da das FS20 System nur unidirektional funktioniert und die Steuerungseinheit (Sender) Befehle ausschickt, die aber vom Empfänger nicht quittiert werden. Daher der Sender verlässt sich darauf dass der Empfänger das Signal erhält und schaltet. Der Sender – oder die Zentrale hat also keine Ahnung ob z.B. eine Lampe brennt oder nicht. Aus diesem Grund habe ich mich damals gegen das FS20 System entschieden.

Homematic wurde erst viel später entwickelt und das Homematic System ist bidirektional. Das heißt ein Sender schickt einen Befehl an einen Empfänger (z.B. Schalter oder Dimmer) – und dieser quittiert den Empfang des Befehls und meldet dem Sender (oder der Zentrale) seinen Status.

Das Homematic System besteht aus folgenden Komponenten:

  • Empfänger
    z.B. Schalter, Dimmer – die Empfänger empfangen ein Funksignal und steuern den Verbraucher
  • Sender
    z.B. Wandschalter, Fernbedienungen, etc. Diese sende ein Funksignal an den Empfänger, der dann den Schaltvorgang ausführt
  • Sensoren
    Messen Umgebungswerte (Temperatur, Helligkeit, Windgeschwindigkeit, etc.) und schalten damit einen Empfänger oder senden die Werte an die Zentrale
  • Zentrale
    Das (optionale) Herzstück des Systems. Die Zentrale ist ein kleiner Computer, der den Status aller Empfänger kennt, die Signale aller Sender empfängt und der durch logische Verknüpfungen (Programme) komplexere Schaltvorgänge durchführen kann (wenn, dann sonst …)
  • Wired (RS485)
    Es gibt dann noch Komponenten die n die Zentrale angeschlossen werden können (über RS485 Bus – den Nachfolger der bekannten RS232 seriellen Schnittstelle) – und die über ein Bussystem über Kabel (nicht Funk) gesteuert werden können. Damit können auch Probleme glöst werden, wo Funk aufgrund der Reichweite nicht möglich – oder problematisch ist.

Die Sender, Empfänger und Sensoren können auch untereinander verknüpft werden. Eine Zentrale ist daher empfehlenswert – aber nicht notwendig. Um erste Erfahrungen mit dem System zu sammeln, reicht es, wenn man mit einem Sender (z.B. Funkfernbedienung) und einer Zwischensteckdose beginnthm-sendempf

Dies wäre unsere einfachste Homematic Installation. Es sind keine Elektroinstallationskenntnisse notwendig. Solche Steckdosen, Fernbedienungslösungen sind auch in diversen Baumärkten erhältlich – jedoch hätte unsere Lösung den Vorteil, dass wir sie später erweitern können. Mit dieser Lösung könnte man z.B. eine Stehlampe schalten (oder dimmen wenn man die Dimmbare Zwischensteckdose verwendet) – oder eben auch andere Verbraucher (z.B. einen Receiver, oder eine Kaffeemaschine).

Bezüglich Reichweite muss ich dem System ein sehr gutes Zeugnis ausstellen. Der Funkempfang funktioniert in unserem Haus (Keller, Erdgeschoß, 1. Stock) auch mit den Stahlbetondecken sehr gut. Nur in der Garage – ca. 15m vom Haus entfernt – unterirdisch – komplett aus Stahlbeton ist ein Empfang der Funksignale nicht mehr möglich.

Fortsetzung folgt …