Breitband Internet über Funk

Seit Montag bietet die T-Mobile eine echte Alternative zu Breitband Internet über Glas für zu Hause an: T-Mobile Homenet. Als Kunde bekommt man einen Router – der über den neuen Mobilfunkstandart LTE mit dem Internet verbunden wird. Die schnellste Variante bietet (bei optimaler Netzabdeckung) bis zu 100MBit Geschwindigkeit an, was sich durchaus gegen alle Kabelgebundenen DSL Standards messen kann. Wehrmutstropfen: LTE ist derzeit nur sehr beschränkt verfügbar – und zwar teilweise in Graz, Linz, Innsbruck und Wien. T-Mobile verspricht aber bis zum Jahresende auch Teile der Städte Bregenz, Klagenfurt, Salzburg und St. Pölten versorgen zu können und damit mindestens 25% der Österreicher versorgen zu können. Bei mir hier in der Pfalzau gibt es aber überhaupt kein vernünftiges T-Mobile Netz, da brauche ich mir um LTE Anbindung sicher auch die nächsten Jahre keine Sorgen machen Smiley.

Kostenpunkt des Produktes ist ab 15,99 pro Monat für 10MBit und bis zu 59,99 für 100MBit – zuzüglich einer 20 EUR Servicepauschale pro Jahr. Derzeit kann man das Angebot für 2 Wochen kostenlos testen und wenn man nicht zufrieden ist wieder retournieren.

Spannend daran ist dass damit die Mobilfunker erstmals in der Lage sind, den kabelgebundenen Providern im High Speed Internet Bereich ernsthafte Konkurrenz zu machen.

Weitere Informationen auf der Homepage von T-Mobile

Das Festnetz ist tot. Fernsehen auch.

waehlscheibentelefonWas sich vor 10 Jahren noch niemand so richtig vorstellen konnte: Das Festnetztelefon ist Geschichte. Die Deutsche Telekom wird bis 2016 den letzten Teilnehmer von POTS (Plain Old Telephone System = Analoger Telefonanschluss) auf IP basierende Technologie umgestellt haben. Von dieser Umstellung seien auch Teilnehmer betroffen die weiter weg von den Wählämtern gelegen sind, sowie auch alle ISDN Anschlüsse. Also alle – vollständig – ohne Ausnahmen. Damit wird planmäßig 2016 kein einziger Teilnehmer mehr in Deutschland klassische Telefonie benutzen.

Das gleiche Schicksal wird meiner Meinung auch dem Fernsehen blühen. Warum sollten teure Antennenanlagen aufrecht erhalten werden, wenn die Haushalte alle über einen Breitband Internet Anschluss verfügen, und wenn man mit vernünftiger Qualität auch Fernsehen über die bestehende Infrastruktur verteilen kann. Der ORF musste seine Sendeanlagen ohnehin schon in die ORS auslagern die die Fernsehsender betreibt – und ist  damit bereits jetzt reiner Content Provider. Aus meiner Sicht macht eine Investition in die digitale Senderinfrastruktur überhaupt keinen Sinn. Sie ist teuer – die Qualität ohnehin nicht berauschend – und vor allem: bald wird sie niemand mehr benötigen. Auch das Argument, dass man mit DVB-T unterwegs fernsehen kann ist nicht wirklich schlagend, denn die Mobilfunknetze werden immer schneller und schon heute kann man über UMTS Fernsehsendungen in ausreichender Qualität auch unterwegs sehen.

Wie man sieht ist die digitale Revolution noch immer voll im Gange – und wird immer mehr Bereiche unseres Lebens erreichen. Wir glauben daher dass unsere Arbeit immer wichtiger wird – nämlich unsere Mitglieder in die digitale Zukunft zu begleiten und die Interessen unserer Mitglieder in der digitalen Welt zu vertreten.

Bild: lehofer.at

Bericht aut teletarif.de
Clubcomputer Stammtisch Netzpolitik

Handy Roaming in der EU wird bis 2016 abgeschafft

Bis zum Sommer soll das Telefonieren innerhalb der EU billiger werden. Die Roaming Tarife werden rechtzeitig vor dem Sommerurlaub gesenkt. Bis 2016 soll dann das Telefonieren im EU Ausland den Tarifen im Inland gleichgestellt werden – und daher gar keine Roaming Tarife mehr anfallen. Das Telefonieren im Ausland kostet dann gleich viel, wie das Telefonieren im Inland.

Bericht auf Futurezone.at

Mobilfunker auf Kriegsfuß mit Skype & Co.

Wenn die Datenmengen steigen und die Telefonminuten sinken, leiden die Mobilfunker unter etwas, dass das Festnetz schon hinter sich hat. Es ist aus meiner Sicht anzunehmen, dass sich auch der Mobilfunkt dorthin entwickelt Netzwerkinfrastruktur zur Verfügung zu stellen (Internet) und Telefonie nur noch ein Anhängsel wird. Gleiches hat das Festnetz ja schon hinter sich. Ich würde den Mobilfunkern hier empfehlen nicht wehleidig zu sein, und zu versuchen mit eigenartigen Tarifkonstruktionen oder technischen Limitierungen ihre Cash Cow zu schützen, sondern diese Chance proaktiv anzugehen. Aufhalten werden sie diese Entwicklung ohnehin nicht können ….

Bericht auf der Standard

Hutchinson (“3”) übernimmt Orange?

orangeAngeblich soll in den nächsten Tagen Hutchinson – in Österreich mit der Marke “3” vertreten – Orange Österreich übernehmen. Angeblich soll im Zuge dieser Transaktion der Diskonter “YESSS” derzeit im Eigentum von Orange an die Telekom A1 gehen. Einem Bericht auf derStandard.at zufolge aus wettbewerbsrechlichen Gründen. Wenn dem so ist, sollte sich der Gesetzgeber das Wettbewerbsrecht einmal genauer ansehen. Es scheint dem Wettbewerb nicht zuträglich zu sein dass der Diskonter von A1 (BOB) mit dem Mitbewerb (YESSS) verschmolzen wird?

Bericht auf derStandard.at