Twitter verklagt US Regierung wegen Maulkorberlass

Wie mittlerweile hinlänglich bekannt ist, betreibt die US Regierung und deren Geheimdienst NSA ein recht breit angelegtes Massenüberwachungsprogramm.

Dabei entscheiden nicht öffentliche Geheimgerichte darüber wer, wann und wie zu überwachen ist. Die betroffenen Unternehmen dürfen aber nicht einmal darüber sprechen, dass eine derartige Überwachung stattfindet.

Mittlerweile hat in der Technologieindustrie ein Umdenken stattgefunden. Statt diese Maulkorberlässe einfach hinzunehmen beginnen die Technologieunternehmen sich dagegen zu wehren. Twitter reichte eine Klage dagegen ein, dass sie Ihre Benutzer nicht über Überwachungsmaßnahmen informieren darf. Diese Auflagen seien gegen das Recht der freien Meinungsäußerung.

Weitergehende Informationen:
http://www.zeit.de/digital/datenschutz/2014-10/twitter-klage-ueberwachung

Nicht Twitter sondern die Staaten zensuriern!

Heute gab es wieder einmal eine große Aufregung in der Netzcommunity als der Kurznachrichtendienst Twitter angekündigt hat, bestimmte Inhalte länderspezifisch zu blockieren. Twitter – wie auch andere Unternehmen sind natürlich gezwungen lokale Gesetze einzuhalten. So etwas den DMCA (Digital Millenium Copyright Act) in den USA. Bisher war das nur weltweit möglich. Ist Google aufgefordert worden, bestimmte Inhalte laut DMCA zu löschen, so musste das weltweit geschehen. Nach den neuen Maßnahmen wird dies aber nur noch in dem Land passieren, dessen Gesetzte der Tweet verletzt. Dies ist eigentlich eine Verbesserung zur bisherigen Praxis. Sind Benutzer damit unzufrieden, so müssen Sie sich an Ihre Regierungen wenden, die hier Twitter den Mund verbieten, nicht Twitter selbst.

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